Bauspardarlehen

Die Besitzer eines Bausparvertrages bekommen in etwa 7 Jahre nach dem Abschluss Informationen von ihrer Bausparkasse, da der Vertrag dann zuteilungsreif ist – so sollte es i.d.R. sein. Während der Laufzeit wurde der Bausparer mit der vereinbarten Rate, oder mehr, bespart, und der Arbeitgeber und Staat haben sich evtl. mit daran beteiligt. Jetzt ist die Wartezeit vorbei und das Geld steht zu ihrer Verfügung.

Meistens hat der Bausparer 40% der Bausparsumme in den letzten 7 Jahren angespart. Sollten diese beiden Voraussetzungen erfüllt sein, so steht dem Bausparer die gesamte Bausparsumme zur Verfügung. Diese setzt sich aus dem bereits eingezahlten Bausparguthaben und dem Bausparkredit zusammen. Demzufolge beträgt der Bausparkredit i.d.R. 60% der Bausparsumme.
Der Bausparer hat oft mehrere Möglichkeiten. Er kann die Zuteilung ablehnen und darauf warten bis ihm der Vertrag erneut zugeteilt wird. Das ist sinnvoll, wenn er das Geld oder den angebotenen Bausparkredit im Moment nicht in Anspruch benötigt, oder er nimmt die Zuteilung an.

Jetzt hat der Bausparer zwei Möglichkeiten, er kann sich die angesparte Summe auszahlen lassen und muss das Geld, insofern keine Wohnungsbauprämie darin enthalten ist, noch nicht einmal für den Wohnungsbau verwenden. Ist eine Wohnungsbauprämie enthalten, sollte mit dem Geld ein Haus gekauft, gebaut, renoviert oder ein Bauplatz gekauft werden. Dazu sind die benötigten Nachwiese zu erbringen, da die Prämie sonst zurück erstattet werden muss.
Oder man greift auf den Bausparkredit zurück. Dieser wird nur für wohnwirtschaftliche Zwecke gegeben, welche anhand entsprechender Belege etc. nachzuweisen sind.

Nimmt der Bausparer den Bausparkredit in Anspruch bekommt er jetzt einen Kredit mit einem niedrigen Effektivzinssatz, was den geringeren Zinssatz während der Ansparphase wiederum rechtfertigt und gut macht. Außerdem kommt es dem Bausparer zugute, dass er den Kredit mit einer langen Laufzeit wählen kann.