Warenkredit

Der Warenkredit wird i.d.R. beim Handel mit verschiedenen Waren gewährt. Den Warenkredit gewährt der Lieferant der Ware gegenüber seinem Kunden, dieser ist Schuldner. Unterschiedliche Handelsmodalitäten führen zur Vergabe des Warenkredits, die auf den Zahlungs- und Lieferungsverkehr zurück zu führen sind.

Jedoch kann ein Warenkredit auch von einer Bank gegenüber einem Unternehmen gewährt werden, dieses sichert den Kredit mit den eigenen Waren, Rohstoffen, Hilfsmitteln usw. ab. Das funktioniert also wie in einem Pfandhaus, nur das es sich hierbei um wesentlich höhere Summen handelt. Damit der Schuldner die Ware, die der Bank als Pfand dient, nicht einfach verkaufen kann, wird der Standort des Pfandes unter Aufsicht des Kreditgebers gestellt. Das bedeutet er Schuldner muss den Lagerort des Pfandes sichern und die Zugangsmittel wie Schlüssel, Karte usw. dem Kreditgeber überlassen oder die Bank lagert es selber ein. Die zuletzt erwähnte Art der Abwicklung des Warenkredit findet heute allerdings so gut wie keine Anwendung mehr, da im Ernstfall die Ware nicht zu dem Preis veräußert werden kann, um auf die benötigte Darlehenssumme zu kommen.